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8. August 2020

Sauerstoff reicht nicht – Menschen sterben – die Regierung unternimmt nichts

Hilferruf aus Huancayo

 

„Ein Menschenleben zählt nichts hier in Peru. Und internationale Konzerne bereichern sich an der Pandemie“, kritisiert Kardinal Pedro Barreto öffentlich.
Er ist der zuständige Bischof unserer Partnergemeinde Chupaca, die nur wenige Kilometer von Huancayo entfernt liegt. Die Erzdiözese Huancayo ist vom Corona Virus schwer getroffen. Wie in ganz Peru sterben auch hier viele Menschen an Covid 19, weil Sauerstoff fehlt.
Dabei wäre die Lösung für den mangelnden Sauerstoff so nahe, sagt Kardinal  Barreto: Im 120 Kilometer entfernten La Oroya stehen zwei industrielle Sauerstoffanlagen in einer stillgelegten Metallschmelze. Die Anlagen seien dieselben wie für medizinischen Sauerstoff, sagte der Sprecher einer Ingenieurs- und Ärztegruppe aus Huancayo. Nur die Abfüllung für medizinische Zwecke unterliege speziellen Auflagen.
Die Anlagen gehören Praxair,  einer Tochtergesellschaft der inzwischen in Irland angesiedelten Linde Group.  Sie werden aber bewusst nicht in Betrieb genommen.  Zusammen mit einer amerikanischen Firma beherrscht der ehemals deutsche Konzern den Handel mit medizinischem Sauerstoff und bestimmt den Preis. Kleinere Sauerstofflieferanten mussten angesichts dieses Kartells aufgeben (Quelle: Adveniat)

Der Staat unternimmt nichts. Deshalb sammelt die  Diözese Huancayo Geld, (wie andere Diözesen auch)  um Sauerstoffanlagen kaufen zu können.
Ein Ingenieur hat mit seinen Studenten kleinere Anlagen entwickelt und nach langwierigen Verhandlungen mit dem Gesundheitsministerium die Erlaubnis zur Produktion bekommen.
Eine solche Anlage soll es in Huancayo und eine in Jauja geben. Wer Sauerstoff benötigt, soll ihn dann kostenlos auf Rezept erhalten. Die Kosten richten sich nach der Größe der Anlage (ca. € 260.000 – € 500.000) . Die erste Anlage soll Ende August in Huancayo installiert werden.
Kardinal Barreto appelliert an die Solidarität der Menschen in seiner Diözese.  Veranstaltungen wurden und werden durchgeführt und er ermutigt dazu insbesondere Geschäftsleute, Zivil-, Polizei- und Militärbehörden, Beamte und Angestellte öffentlicher und privater Einrichtungen.   Nationale, regionale und lokale Künstler unterstützen ebenfalls die Kampagne.  Aber diese Solidarität reicht nicht aus.
Kardinal Barreto bittet deshalb auch die Partnergemeinden um Unterstützung.
Dank Ihren Spenden und unserem gut funktionierenden Gebraucht- Büchermarkt konnten wir vom Perukreis St. Martin Zeutern – Stettfeld – Ubstadt bis jetzt insgesamt $ 10.000,– auf das Konto der Erzdiözese Huancayo überweisen. Wir möchten diese Aktion weiter unterstützen und bitten erneut um Ihre Spenden.
Kto.: Kath. Pfarramt St. Martin Hilfe für Peru
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